Trickkiste

Im passwortgeschützten Bereich dieser Seite sind kleine - aber sehr feine - Zaubertricks zu finden. Das Passwort dazu gibt es bei mir, ich behalte mir jedoch vor, nach ein paar persönlichen Fragen das Passwort auch nicht herauszugeben!

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Zuerst eine "kleine" Bitte:

Ein Kunststück IMMER vor der ersten öffentlichen Vorführung einüben, auch wenn es noch so einfach zu sein scheint. Ein Zuschauer BEMERKT - und wenn es auch nur unterschwellig ist - , WANN das Trickgeschehen stattfindet. Nur durch Übung kann man dieses Gefühl in grenzenloses Staunen verwandeln!!!

Aktenzeichen XY - ungelöst

Gleich als erstes ein Kunststück aus der Gattung "Von wegen hier stehen keine Profi-Kunststücke"....

Es ist einer meiner absoluten Lieblingstricks, zu dem ich am liebsten sogar ein unpräpariertes Spiel des Zuschauers (im Folgenden: "Z") benütze. Er heißt deshalb Aktenzeichen XY, weil er in der Originalbeschreibung eben so heißt. ("Neue Kartentricks" v. Klaus Pankow, ersch. im Falken Verlag, damals DM 7.80). Da meine rhetorischen Fähigkeiten nicht allzu ausgeklügelt sind, muss sich jeder ein wenig durch die Beschreibung kämpfen - aber es lohnt sich und eigentlich ist das Handling so unverschämt einfach....

Hier der Effekt, die Beschreibung und (meine kleinen) psychologischen Kniffe. (Eine Vortrags-Idee sollte sich jeder selbst überlegen):

Ein geliehenes Kartenspiel (nach Mögl. 52 Blatt) wird vom Z gemischt und mir verdeckt gegeben. Ich zähle dem ersten Z, der links von mir steht, die obersten 10 Karten aus der linken Hand ("li. H.") in die rechte Hand ("re. H.") einzeln vor. Immer eine Karte kommt vor die Bildseite der vorhergehenden. Er soll sich eine der Karten merken - und dazu noch die Position der Karte (z.B. Herz Dame - war an der 4. Stelle). Ich wende mich jetzt an den zweiten Z, der auf der re.n Seite von mir steht. Mit diesem kleinen Kniff kann ich in der Körperdrehung den entscheidenden "Griff" anbringen (unverschämt, so etwas als Griff zu bezeichnen):

Ich muss jetzt nur eine Karte vom großen Stapel auf die oberste Stelle der eben gezeigten 10 Karten bringen. Dies bewerkstellige ich während der Körperdrehung, indem ich vorgebe, die gezeigten 10 Karten zu egalisieren. In der Drehungsphase bringe ich dabei die re. und li. H. kurz zusammen und schiebe die (vorher schon leicht abglissierte) "11." Karte auf den 10-er-Stapel in der re.n H. und klopfe die Karten auf der Tischkante gerade. Jetzt zähle ich dem zweiten Z "seine" 10 Karten in der gleichen Art wie dem ersten Z vor. Die vorgezeigten 20 (21!!) Karten lege ich wieder auf die restlichen Karten in der li. H. zurück. Ich rekapituliere: Die zwei Z haben sich jetzt jeder eine Karte aus den 10 Karten gemerkt, beispielsweise jeder die 4. Karte. Die Karten liegen jetzt jedoch (durch die 11. Karte) an der 5. und 15. Stelle von oben.......................................... (So, das war eine kleine Nachdenkpause).

Ich frage jetzt die beiden Z, die wievielte Karte sie sich jeweils gemerkt haben. Ich zähle für dieses Beispiel verdeckt die ersten drei Karten vom Stapel herunter. Die vierte Karte (angeblich die des Zs) lege ich verdeckt nach vorne. (In Wirklichkeit kommt jetzt erst an der 5. Stelle die Richtige.)...... Belanglos zähle ich jetzt auf einen 2. Stapel (!!) weiter bis zur 10. Karte. In diesem Stapel befindet sich unten die vom ersten Z gedachte Karte.Auf diesen 2. Stapel lege ich jetzt beiläufig (!) die ersten drei unwichtigen Karten und zähle darauf weiter aus der li. H. weiter bis zur 4. Karte (des 2., des re.n Zs). Diese lege ich jetzt neben die erste herausgelegte Karte des 1. Zs. Auch hier liegt jetzt in Wirklichkeit die Karte des Zs als 5. Karte noch auf dem Stapel in der li. H. obenauf. (............). Der Kartenrest mit der obenauf liegenden Karte des 2. Zs kommt ebenfalls beiläufig auf den Stapel auf dem Tisch. Die Situation: Auf dem Tisch liegt ein großer Kartenstapel. Die unterste Karte ist die des 1. Zs, die oberste ist die des 2. Zs. Davor liegen die (angeblichen) Karten der Z.

Ich nehme dann den Stapel auf, wobei ich mir die unterste und oberste Karte heimlich ansehe (z.B. beim Egalisieren) und merke (die Karten des ersten und zweiten Zs.) Ich stecke nun die Karten zurück in den Stapel. (Ich fahre mit der Karte des Zs am aufgeschlagenen Fächer entlang und er sagt, wo ich sie hineinstecken soll.) Die Gefahr ist, dass der Zuschauer die Karte herumdreht, wenn er sie selbst hineinstecken soll.

Auf mehr oder weniger dramatische, geheimnisvolle oder humorvolle Art kann ich nun den Zn die Werte ihrer Karten nennen, die ja nun im Spiel stecken und die ich scheinbar nie gesehen haben kann. Als Klimax folgt nun noch ein doppelter Kartenfang, der an Wunder grenzt. Ich nehme den Kartenstapel in die re. H. und schleudere sie in meine li.H..

Mit dem Daumen auf der oberen Seite und 2 bis 3 Fingern auf der Unterseite des KSs übe ich leichten Druck aus, während ich das KS in die linke Hand werfe. Dadurch bleiben die oberste und die unterste Karte in der re.H. zurück. --- Sieht absolut irre aus!! (Einfach mal probieren) Noch ein wichtiger Hinweis und - meine - Lösung dazu: Wenn sich der erste Z die 10. Karte und der zweite Z die erste Karte merkt, bin ich ziemlich aufgeschmissen. (Wer wissen will, warum, soll die Situation mal durchspielen). Deshalb zeige ich dem 1. Z die 9. und 10. Karte nur flüchtig sowie dem 2. Z die erste Karte nur flüchtig vor. Das geht leicht und wirkt nicht aufgesetzt.

So, wer jetzt noch Fragen hat: Nicht verzagen, ENZO fragen !! Allen, die den Trick jetzt nicht zumindest einmal ausprobieren - Danke! Und allen, die ihn auch nur ein einziges mal ausprobieren: Viel Spaß beim "Nie-wieder-aus-dem-Programm-nehmen"!!

DU!

Ein weiteres kleines Kunststück und ein paar Tipps dazu: Ich habe mich für ein "Werbekunststück" von mir entschieden. Die Trickkarten sende ich gerne zu, sie können jedoch auch als einfache Kopie hier heruntergeladen werden zum Ausschneiden oder auch zum Vergrößern, wenn man nicht so lange warten möchte...
Das passiert: Der Zs merkt sich eine beliebige Zahl zwischen 1 und 63. Auf unerklärliche Art und Weise findet der Zauberkünstler nun heraus, wie die Zahl heißt.

Das Geheimnis: Der Zauberkünstler muss "nur" dann die jeweilig linken oberen Zahlen addieren, wenn der Zs seine gedachte Zahl auf der entsprechenden Karte findet. Also wenn er die Zahl 5 auf den beiden Karten mit der "4" und der "1" links oben findet und diese Karten benennt, zählt der Zauberkünstler diese beiden Zahlen zusammen und erhält so das richtige Ergebnis. (Für Interessierte: Das System liegt im binären Zahlensystem begründet. Jede Zahl wird im Binärsystem unter die jeweiligen Zahlen 1, 2, 4, 8, 16 und 32 geschrieben, daraus ergeben sich automatisch die vorliegenden Karten. Diese könnten entsprechend mit den nächsten Zahlen unter 64, 128, ... fortgeführt werden)

Doch hier noch "meine" Version des Kunststückes, bei der ich schon vorher "weiss", ob die Zahl auf der Karte darauf ist und dennoch die richtige Zahl am Ende nennen kann. Dabei habe ich die Karten doch vorher gemischt UND sie nie von vorne gesehen!!!

Ich sortiere die Karten (von oben nach unten) aufsteigend 1 – 2 – 4 – 8 – 16 – 32. Das mache ich natürlich unbemerkt oder vorher! Jetzt „mische“ ich die Karten. Dazu drehe ich sie um (Bildseite nach unten) und ziehe die oberste Karte ab. Auf diese Karte „mische“ ich die nächste usw. Dadurch werden die Karten nur einmal „umgemischt“. Oben (vorne) liegt die 32, dahinter die 16, die 8, usw.

Ich zeige dem Zuschauer die Karten (mit der 32 vorne), sehe die Karte aber selbst nicht an! (ich weiß ja, dass die 32 vorne liegt).

Jetzt sage ich, dass die Zahl des Zuschauers auf dieser Karte ist/ nicht ist. Wie mache ich das?

Ich nutze eine Erfahrung aus langjähriger Praxis: Frauen nehmen meistens eine Zahl, kleiner als 32, Männer eine größere. Geschäftsfrauen dagegen eher wieder eine größere. (Ist einfach so, warum lassen wir dahingestellt). Dementsprechend ist mein erstes „Raten“ etwas besser in der Trefferquote als nur 50/ 50.

Habe ich Recht, spiele ich dieses „Gewusst haben“ entsprechend aus. Ansonsten sage ich sofort – „Nicht? Ah, dann ist sie hier drauf!“ und zeige dabei die nächste Karte.

Während der ganzen Vorführung passe ich (unmerklich) immer auf die Reaktionen des Zuschauers auf. Ein leichtestes Zögern oder der Ansatz eines „Neins“ greife ich sofort auf, um mich zu korrigieren, meine Festlegung zu ändern. Mit etwas Erfahrung entsteht so beim Zuschauer der Eindruck, ich hätte IMMER vorher gewusst, ob die Zahl auf der Karte oder nicht.

Da ich eigentlich immer raten muss, mogle ich mich also so durch die Karten. Für den Schluss gibt es noch den Hinweis, dass viele Zuschauer gerne spezielle Zahlen nehmen, besonders gerade oder auch „Schnapszahlen“, also z.B. die 3, 7, 10, 11, 13, 20, 22, 30, 33, 40, ... (oder auch ihr Alter.).

Am Schluss bei der letzten Karte gibt es noch einen Tipp: Man kennt die Zahl bereits (die letzte Karte hat die Zahl nicht drauf stehen) oder die Zahl ist eins größer als bisher (sie steht drauf). Habe ich mich mit meiner letzten Prognose geirrt, sage ich „ah, dann war es doch die .....“. Das ist eigentlich ein paradoxer Satz, aber er hat enorme Wirkung.

Das ist nur ein kurzer Texthinweis gewesen... Letztlich muss jeder, der dieses Prinzip anwenden will, ziemlich viel Kaltschnäuzigkeit haben. Auch ohne Erfahrung wird es so nicht funktionieren! Also üben und probieren! Das erfordert dann aber vielleicht auch ein wenig Lebenserfahrung, Mut und Frechheit....
Viel Spaß beim Ausprobieren!

EIN KLASSIKER!

So findet man wieder eine vom Zuschauer gezogene Karte....
Oftmals ist es nützlich, eine Karte im Kartenspiel wiederfinden zu können. Dazu gibt es einen einfachen, aber guten Kniff: Vor dem Ziehen lassen m

Wenn man die Karten nun mehrmals abhebt (nicht mischt!), kommt die untere Karte (die sogenannte Leitkarte) über der gezogenen zum Liegen. Dies ändert sich auch nicht beim Abheben. (Ruhig mal in aller Ruhe durchdenken, es ist so!) "Schlimmstenfalls" (eher im idealsten Fall) trennt man zufällig die beiden Karten genau wieder an dieser Stelle. Dies bemerkt man aber sofort, wenn die Leitkarte wieder unten liegen sollte. (Das ist deshalb so ideal, weil dann die gesuchte Karte nach dem "Mischen" raffinierter weise oben liegt. Was das bedeutet, lässt man sich am Besten mal durch den Kopf gehen....) erkt man sich die unterste Karte des Spieles. Natürlich unauffällig, zum Beispiel beim Mischen des Spieles oder beim Zurückgeben lassen. Wenn der Zuschauer seine Karte gezogen und angesehen hat, legt man die Karte wieder zurück, oben auf das Spiel. Auch hier geht der Fachmann unauffällig vor, macht dies nicht so offensichtlich, denn der Zuschauer würde die Karte sonst eventuell in die Mitte irgendwo zurückstecken wollen.

Auf diese Weise habe ich jetzt also herausgefunden, wie die gesuchte Karte heißt. Der Profi brüllt jetzt nicht einfach heraus, wie die gesuchte Karte heißt: Ich möchte jetzt hier an dieser Stelle eigentlich keine direkten Vorschläge machen, nur ein paar Anregungen: Der Zuschauer könnte nun die Karte selbst finden, aus einer kleinen Auswahl von Karten wird die richtige Karte ausgewählt, nachdem anfangs die falsche Karte "gefunden" wurde, verwandelt sie sich in die richtige Karte, ... (ich sage absichtlich nicht mehr, damit die eigene Fantasie angeregt wird. Ich freue mich aber über eigene Ideen, also gerne mir melden ....)

In diesem Kunst"griff" steckt ein enormes Potential, mit der richtigen Präsentation lassen sich damit richtige "Wunder" vollbringen, mit diesem Know-how lassen sich auch die unterschiedlichsten Kunststücke durchführen. Übrigens auch mit völlig unpräparierten Karten, zum Beispiel einem ausgeliehenen Spiel!! Dieses Mal also eine verhältnismäßig kurze Beschreibung, aber mit geradezu unendlichem Potential! Wer mich sieht, wird bestimmt das eine oder das andere Mal eine Variante dieses Kunststückes in meinen Shows entdecken können!

Mein Erster....

Mein erstes Kunststück habe ich mir fleißig von Roland "erbettelt".

Der Effekt: eine Münze wird von der einen in die andere Hand gegeben. Sie hat jedoch zwei gleiche Seiten.
Natürlich hat die Münze keine 2 gleichen Seiten. Nur die raffinierte Übergabe von der einen in die andere Hand ermöglicht diesen Effekt.

Die Übergabe: (eine genaue Beschreibung ist wegen fehlender Bilder notwendig. Ich beschreibe nur die Übergabe von der rechten Hand in die linke Hand). Die Münze (M) liegt in der nach oben offen gehaltenen rechten Handfläche (rH). Und zwar ein wenig links unten, unterhalb der Wurzel des rechten Kleinfingers auf dem Handballen.

Für die Zuschauer dreht man jetzt scheinbar nur die Hand auf die linke Hand, um die Münze so umzudrehen. Die rechte Hand wird wieder nach oben weggenommen (und die Münze liegt wieder mit der gleichen Seite nach oben auf der linken Handfläche (lH) wie zuvor auf der rechten Hand). In Wirklichkeit folgt jetzt eine mehrteilige

Bewegung, die perfekt eingeübt sein muss! :

(Teil 1, die Münze): Die Münze dreht sich gar nicht. Wie wenn ich die Münze (flach und ohne Drehung) wenige Millimeter nach oben werfen wollte, bewegt sich die rH ein klein wenig nach oben.
Jetzt, (Teil 2, die Drehung): dreht sich die Hand unter der Münze weg. Aus dem

Handgelenk dreht sich die ganze Hand blitzartig um. Die Drehachse ist die physiologisch normale Richtung. Zeigte mit der offenen Handfläche der Daumen nach rechts aussen, klappt die Hand nun so um, dass der Daumen zuerst nach oben und schliesslich die Handfläche nach unten bringend nach links zeigt. Es dreht sich sozusagen der linke Handballen unter der Münze weg, entzieht so der Münze "den Boden", die Hand bedeckt wieder die Münze, die jetzt in der linken Hand liegt. Die ganze Bewegung muss unauffällig, aber blitzartig sein. Für den Zuschauer muss jetzt der Eindruck entstehen, ich hätte nur die rechte Hand mit der Münze auf die linke Hand gedreht, ohne die Münze irgendwie zu manipulieren.

Ein paar Kniffe:

Ich lege die Münze unauffällig, dabei aber optimal positioniert auf meine Hand (also etwas links, unter der Kleinfingerwurzel, nicht zu weit in die Handmitte)

Ich mache immer scheinbar eine Bewegung mit der Hand von rechts nach links während des Umdrehens. Das Münze-nicht-drehen erfolgt dennoch durch das sehr schnelle Wegdrehen der Handfläche unter der Münze während der scheinbar langsamen Bewegung von rechts nach links.

Bevor man dieses Kunststück vorführt, sollte man die gleichermassen gute Übergabe von rechts nach links UND von links nach rechts beherrschen. Nur dann wirkt das alles magisch und überzeugend.

Ein locker-flockiger Text zu dem Kunststück lenkt nicht nur von der Handlung ab, sondern sorgt auch für die notwendige Unterhaltung für das Kunststück. Der Effekt allein ohne Show ist trotz aller optischen Überzeugungskraft nie besonders toll.





 
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